Wirtschaft | EXECUTIVE SERVICES GROUP https://www.esgroup.de Mon, 08 Jun 2026 09:22:54 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://www.esgroup.de/wp-content/uploads/2024/06/Favicon.png Wirtschaft | EXECUTIVE SERVICES GROUP https://www.esgroup.de 32 32 Ehrenamt und Executive Search https://www.esgroup.de/blog/ehrenamt-und-executive-search/ Mon, 08 Jun 2026 09:22:47 +0000 https://www.esgroup.de/?p=245783

Warum gute Personalberatung mehr braucht als Recruiting-Kompetenz

Wer Personalberatung auf die Suche nach Lebensläufen reduziert, greift zu kurz. Erfolgreiche Executive Search basiert auf Menschenkenntnis, Urteilsvermögen, Vertrauen und dem Verständnis für unterschiedlichste Perspektiven.
Genau diese Fähigkeiten entstehen nicht nur im beruflichen Alltag. Häufig werden sie dort geprägt, wo Menschen Verantwortung für andere übernehmen: im Ehrenamt.
Neben meiner Tätigkeit als Personalberater engagiere ich mich seit vielen Jahren als:
• ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Kassel
• Vorsitzender der Vereinigung der Wirtschaft Waldeck-Frankenberg e.V.
• Vorsitzender des Männergesangvereins 1886 Odershausen

Auf den ersten Blick scheinen diese Aufgaben wenig mit Executive Search zu tun zu haben. Tatsächlich beeinflussen sie jedoch täglich die Art und Weise, wie ich Menschen, Unternehmen und Führung verstehe.

Zuhören, bevor geurteilt wird

Die Tätigkeit als ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht verlangt Objektivität, Sorgfalt und die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen.
Hinter jedem Verfahren stehen individuelle Lebenssituationen, Interessen und oftmals komplexe Zusammenhänge. Entscheidungen dürfen nicht auf Vermutungen beruhen, sondern müssen auf einer fairen Bewertung aller Fakten basieren.
Genau diese Fähigkeit ist auch in der Personalberatung entscheidend.
Hinter jeder Bewerbung, jeder Karriereentscheidung und jeder Vakanz stehen Menschen mit individuellen Motiven, Stärken und Zielen. Erfolgreiche Personalberatung bedeutet daher weit mehr als das Abgleichen von Qualifikationen.

Sie bedeutet:
– genau zuzuhören
– Potenziale zu erkennen
– Menschen objektiv einzuschätzen
– nachhaltige Entscheidungen zu treffen

Die Erfahrungen am Sozialgericht helfen dabei, Situationen differenziert zu betrachten und fundierte Empfehlungen auszusprechen.

Wirtschaft verstehen heißt Unternehmen verstehen

Als Vorsitzender der Vereinigung der Wirtschaft Waldeck-Frankenberg e.V. stehe ich regelmäßig im Austausch mit Unternehmerinnen und Unternehmern, Geschäftsführern sowie Führungskräften unterschiedlichster Branchen.Dabei werden Themen diskutiert, die viele Unternehmen aktuell beschäftigen:

– Fachkräftemangel
– Digitalisierung
– Unternehmensnachfolge
– Bürokratische Herausforderungen
– Standortentwicklung
– Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands

Diese Gespräche liefern wertvolle Einblicke in die Realität deutscher Unternehmen, im urbanen, wie auch im nicht-urbanen Bereich.

Wer die Sorgen, Herausforderungen und Zukunftspläne von Unternehmern kennt, versteht auch besser, welche Anforderungen heute an Fach- und Führungskräfte gestellt werden.

Für die Personalberatung ist dieses Wissen von unschätzbarem Wert. Es ermöglicht, Kandidaten nicht nur anhand ihres Lebenslaufs zu beurteilen, sondern auch im Hinblick auf ihre Fähigkeit, Unternehmen erfolgreich durch Veränderungsprozesse zu begleiten.

Führung beginnt nicht im Organigramm

Der Männergesangverein 1886 Odershausen blickt auf eine 140-jährige Geschichte zurück.
Einen traditionsreichen Verein in die Zukunft zu führen bedeutet, unterschiedliche Generationen zusammenzubringen, Veränderungen anzustoßen und gleichzeitig bestehende Werte zu bewahren.
Dabei zeigt sich eine wichtige Erkenntnis:
Führung entsteht nicht durch eine Position.
Führung entsteht durch Vertrauen.

Im Ehrenamt lässt sich niemand durch Hierarchie motivieren. Menschen engagieren sich freiwillig und investieren ihre Zeit aus Überzeugung.

Deshalb sind dort insbesondere folgende Fähigkeiten gefragt:
– Kommunikation
– Überzeugungskraft
– Empathie
– Konfliktlösung
– Verantwortungsbewusstsein

Genau diese Eigenschaften gewinnen auch in modernen Unternehmen zunehmend an Bedeutung.

Netzwerke entstehen dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen

Viele der wertvollsten Kontakte entstehen nicht auf Messen oder Networking-Veranstaltungen.
Sie entstehen dort, wo Menschen gemeinsam Verantwortung tragen.

Überall begegnet man Persönlichkeiten mit unterschiedlichsten Erfahrungen und Perspektiven.

Diese Beziehungen basieren nicht auf kurzfristigen Geschäftsinteressen, sondern auf Vertrauen, Verlässlichkeit und gegenseitigem Respekt.

Gerade im Executive Search sind diese Werte von zentraler Bedeutung. Unternehmen vertrauen Personalberatern sensible Informationen an. Kandidaten erwarten Diskretion und eine ehrliche Einschätzung ihrer Karriereperspektiven.

Vertrauen ist deshalb eine der wichtigsten Währungen unserer Branche.

Was Unternehmen bei Führungskräften beachten sollten

Viele Unternehmen konzentrieren sich bei der Auswahl von Führungskräften vor allem auf Fachwissen und berufliche Erfolge.

Diese Faktoren sind wichtig.

Mindestens ebenso relevant sind jedoch Eigenschaften wie:

– Integrität
– Verantwortungsbewusstsein
– soziale Kompetenz
– Entscheidungsstärke
– gesellschaftliches Engagement

Ehrenamtliche Tätigkeiten können wertvolle Hinweise auf diese Kompetenzen liefern.

Wer bereit ist, neben dem Beruf Verantwortung für andere Menschen, Organisationen oder gesellschaftliche Aufgaben zu übernehmen, entwickelt häufig Fähigkeiten, die sich nicht in Zeugnissen oder Zertifikaten abbilden lassen.

Fazit: Führungspersönlichkeiten erkennt man nicht nur im Lebenslauf

Ehrenamt und Personalberatung sind enger miteinander verbunden, als viele vermuten.

Die Erfahrungen als ehrenamtlicher Richter, Vorsitzender eines Wirtschaftsverbandes und Vereinsvorsitzender helfen mir täglich dabei, Menschen besser zu verstehen, Entscheidungen ausgewogen zu treffen und nachhaltige Verbindungen zwischen Unternehmen und Kandidaten zu schaffen.

Denn erfolgreiche Personalberatung bedeutet nicht nur, Positionen zu besetzen.

Sie bedeutet, die richtigen Menschen zusammenzubringen.
Und dafür braucht es mehr als Recruiting-Kompetenz. Es braucht Verantwortung, Urteilsvermögen und die Bereitschaft, sich für andere einzusetzen.

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KI in der Software-Entwicklung https://www.esgroup.de/blog/ki-in-der-software-entwicklung/ Mon, 16 Mar 2026 09:25:37 +0000 https://www.esgroup.de/?p=245182

In unserer über 25jährigen Berufserfahrung als Personalberater in der IT-Branche haben wir schon einige technologische Entwicklungen wie die Etablierung der objektorientierten Programmierung, den Einsatz von verteilten Software Architekturen/Cloud oder auch den Durchbruch von agilen Vorgehensweisen miterlebt.
In den letzten Jahren kommt die Künstliche Intelligenz in der Software Entwicklung immer mehr zum Einsatz und wir beobachten ein in Teilen verändertes Berufsbild sowie auf jeden Fall auch eine Schärfung der Anforderungen an Spezialisten in der Softwareentwicklung und der QA.
Aus unserem Austausch mit vielen unserer Kontakte aus dem über Jahre sehr gut gepflegten Netzwerk aus der Software Entwicklung haben wir für verschiedene Fachbereiche und Stufen der Berufserfahrung versucht, jeweils eine Essenz aus diesen Gesprächen zu formulieren.

„Es ist nicht alles Gold was glänzt!“

…Aber Künstliche Intelligenz geht auch einher mit einem Produktivitäts- und Wertschöpfungsschub (PwC) für das Berufsbild des Software Entwicklers, gerade wenn Unternehmen und Fachkräfte KI gezielt einsetzen und diese schnelle Entwicklung bewusst und verantwortungsvoll nutzen.

Wie sehen Sie die Auswirkungen der Nutzung (und Weiterentwicklung) von KI-Tools in der Software Entwicklung? Welche beruflichen Auswirkungen könnte dies auf die Branche haben?

Diese Frage habe ich einigen meiner Kontakte, die in der Software Entwicklung tätig sind, gestellt und ich bekam viele und sehr interessante, informative, aber auch nachdenkliche Rückmeldungen.

1. „Die Guten werden deutlich besser!“

In meinen Augen spricht vieles für diese Aussage. Seniorige Spezialisten profitieren überproportional, weil KI ein echter Multiplikator für bestehende Kompetenz ist. Wer Architektur, Systemgrenzen, Trade-offs und Qualitätskriterien versteht, kann KI gezielt einsetzen und steuern. Siehe hier Beobachtungen / Studien u.a. bei GitHub (Copilot-Studien zur Produktivität) oder McKinsey (GenAI-Produktivitätsanalysen).

Aber der wirkliche Mehrwert stellt nicht nur Geschwindigkeit bei der Software Entwicklung dar, sondern auch Variantenexploration, Refactoring-Vorschläge, Test-Generierung oder auch die Dokumentationsqualität.

Es ist allerdings in Bezug auf den Produktivitäts- & Business-Impact zu berücksichtigen, dass ein Senior mit KI schneller wird – aber wenn Produktklarheit fehlt, beschleunigt man damit auch Fehlentwicklungen.

2. „Für Berufseinsteiger / Anfänger wird es schwieriger!“

Dieser Aussage würde ich ebenfalls zustimmen. Aber würde dies ein wenig differenzierter betrachten.

Es ist nachgewiesen, ohne KI Know-how-Fundament ist KI in der Praxis untauglich oder gar gefährlich – sie erzeugt „plausibel falschen Code“.
Aber gute Junior / Berufseinsteiger mit starker Lernfähigkeit können durch KI sogar schneller lernen. KI kann als „permanenter Pair-Partner“ fungieren. Der Unterschied liegt weniger im Level, sondern in Feldern wie kritischem Denken, Debugging-Kompetenz oder auch Systemverständnis.

Grundsätzlich wird sich der Alltag für Berufseinsteiger ändern. Sie werden nicht ersetzt, aber ihre Aufgaben verändern sich.
Reines Ticket-Abarbeiten wird weniger wertvoll.

3. „Der Engpass verschiebt sich zur Verifikation!“

Dies bezieht sich nicht nur, aber insbesondere stark auf den Enterprise-Kontext.

Der Output steigt. Aber die Qualitätssicherung wird der Bottleneck. Dies gilt verstärkt in regulierten Branchen wie Automotive, Healthcare oder Financial Services Industry.

Hier zählen Themen wir Secure SDLC (Secure Software Development Life Cycle), Auditability oder Performance & Cost Control und Wartbarkeit.

Grundsätzlich kann man sagen, dass MLOps/LLMOps-Kompetenzen massiv an Bedeutung gewinnen. Nicht nur „Code erzeugen“, sondern „Code verantworten“.

4. „Seniorisierung & kleinere Teams wird es zukünftig häufiger geben!“

Dieser Aussage möchte ich nicht in Gänze zustimmen. In der Tat können in klar definierten Produktumgebungen kleine Senior-Teams viel bewegen. Plattform-/ DevEx-Teams gewinnen an strategischer Relevanz.

Aber man soll sich auch komplexe Legacy-Umgebungen (typisch für mittelständische Firmen) bewusst sein. Ein Senior Spezialist mit KI-Kenntnissen ersetzt nicht einfach drei Entwickler. Limitierende Faktoren für solch eine Entwicklung sind u.a. Change-Management, Domänenwissen und Abstimmungen mit Fachabteilungen.

5. „Leadership = Enablement + Governance, statt nur Delivery-Steuerung!“

Das ist ein Statement, dem ich mich sehr gerne anschließe. Führung verschiebt sich von: „Wer hat was implementiert?“ zu „Wie arbeiten wir systematisch mit KI?“.

Hier entsteht ein neues Skill-Profil für Team Manager Engineering. Es werden u.a. folgende Skills mehr angefragt werden:

  • AI Working Agreements
  • Guardrails
  • Toolstrategie
  • Risk Management

Kompetenzen und Verantwortungsgebiete, die das Berufsbild eines Team Lead verändern werden, und für Unternehmen, die das nicht aktiv steuern/fördern bekommen dafür ggfs. „Shadow AI“, inkonsistente Codequalität und IP-Risiken.

6. „Governance/IP/Datenschutz/Cyber Security“

Dies sind alles Themen und Regularien, die nicht nur im deutschen Markt extrem relevant sind. Siehe hier stellvertretend die Datenschutz-Grundverordnung oder den EU AI Act.

7. Zuletzt, aber langfristig wirklich relevant, das „Junior-Pipeline-Problem!“

Das ist strategisch einer der kritischsten Punkte. Historisch lernten Software Entwickler z.B. durch Bugfixing, kleinere Tickets oder Refactorings. Wenn die KI das übernimmt, fehlt Erfahrungsaufbau. Daher sollten Unternehmen folgende Prozesse bei sich etablieren:

  • strukturierte Lernpfade schaffen
  • Review-Kultur stärken (siehe auch Agilität)
  • gezielte KI-Co-Pilot-Trainings anbieten

Wird dies in der Branche zukünftig nicht verstärkt angeboten droht ein Skill-Gap in fünf bis sieben Jahren!

FAZIT – KI schafft Entwicklerjobs nicht einfach ab, aber sie verändert…

…Wertschöpfung, Rollenprofile und Führung fundamental.

Die Guten werden besser. Verantwortung steigt. Der Engpass verschiebt sich.

Entscheidend ist nicht, ob KI genutzt wird, sondern wie bewusst und strategisch.

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Maschinenbau am Wendepunkt https://www.esgroup.de/blog/maschinenbau-am-wendepunkt/ Wed, 11 Feb 2026 13:00:15 +0000 https://www.esgroup.de/?p=245133

Unter Druck gewachsen: Warum der Maschinenbau gerade jetzt seinen Charakter zeigt

Der deutsche Maschinenbau – das Rückgrat unserer industriellen Wertschöpfung – steht 2025/2026 an einem Wendepunkt. Vieles bewegt sich gleichzeitig: Märkte, Technologien, Erwartungen. Und mittendrin der Mittelstand, der sich oft pragmatischer und stabiler zeigt, als man von außen vermutet.
Wer in diesen Monaten durch Produktionshallen läuft oder in den Besprechungsräumen mit Entscheiderinnen und Entscheidern spricht, spürt schnell: Es ist eine Zeit, die fordert. Aber auch eine Zeit, in der viel Klarheit entsteht. Eine Zeit, in der Unternehmen bewusst zwischen „abwarten“ und „gestalten“ wählen.

Zwischen Druck und der Frage:

Wie machen wir weiter?

Die wirtschaftliche Lage ist angespannt. Produktion und Auftragseingänge sind in den letzten Monaten spürbar zurückgegangen. Gleichzeitig versuchen viele Unternehmen, ihre Belegschaften zu halten und Stabilität zu bewahren. Das ist nicht selbstverständlich. Es zeigt:
Hier sind Menschen am Werk, die langfristig denken – und Verantwortung ernst nehmen.

Gleichzeitig bleibt ein leiser Optimismus: Die Prognosen für 2026 lassen eine moderate Erholung erwarten. Nicht als Wendepunkt mit großem Knall und Konfetti. Eher als allmähliches Zurückfinden in planbarere Zeiten.

Und vielleicht ist genau das der Moment, in dem sich die richtigen Fragen stellen lassen.

Herausforderungen, die man kennt – und täglich spürt

Der Maschinenbau-Mittelstand kennt seine Herausforderungen längst. Sie stehen nicht plötzlich vor der Tür. Sie sind Teil des Alltags:

  • Fachkräftemangel, der nicht mehr nur eine Zahl ist, sondern Teams konkret trifft.
  • Steigende Kosten, die Entscheidungen vorsichtiger machen.
  • Digitalisierung, die gleichzeitig Chance und zusätzlicher Arbeitsberg ist.

Wenn Unternehmen berichten, dass ihnen die Zeit fehlt, Projekte sauber zu planen oder strategisch weiterzudenken, wirkt das nicht wie ein Zeichen von Schwäche. Es ist ein realistisches Bild einer Branche, die viel gleichzeitig balanciert.

Führung im Maschinenbau:

Zwischen Ruhe bewahren und Wandel steuern

Es fällt auf, wie viel heute von Führungskräften erwartet wird: Orientierung geben, Digitalisierung verstehen, Teams mitnehmen, eine neue Arbeitskultur prägen.

Und trotz all dieser Anforderungen begegnet man im Mittelstand häufig einer bemerkenswerten Haltung: „Wir machen Das Schritt für Schritt. Aber wir machen es.“

Das ist vielleicht die größte Stärke des Maschinenbaus:
Wandel wird nicht als Event verstanden, sondern als kontinuierliche Weiterentwicklung.

Digitalisierung – kein großes Projekt, sondern viele kleine Schritte

In vielen Gesprächen wird deutlich: Digitalisierung passiert. Mal bewusst geplant, mal eher beiläufig. Mal aus Begeisterung, mal aus Notwendigkeit. Wichtig ist: Sie geschieht.
Predictive-Maintenance-Modelle, datenbasierte Services und Automatisierung sind längst angekommen – nicht überall gleich tief, aber überall relevant.
Und auch wenn wirtschaftliche Unsicherheit herrscht, investieren rund 80 % der Unternehmen weiterhin in diesen Bereich. Das zeigt: Digitalisierung wird nicht mehr als Trend wahrgenommen, sondern als Basis künftiger Wettbewerbsfähigkeit.

Warum Personalberatung hier ein sinnvoller Partner sein kann.

Was vielen Unternehmen fehlt, sind nicht Ideen oder Ambitionen – sondern Menschen, die beides in die Umsetzung bringen können.
Das Tagesgeschäft lässt wenig Raum für die Suche nach Führungspersönlichkeiten, Spezialistinnen und Spezialisten oder Talenten, die die digitale Transformation mittragen.
Und genau an diesem Punkt kann eine Personalberatung unterstützen:

  • indem sie Menschen anspricht, die nicht aktiv suchen, aber offen für den richtigen Schritt sind,
  • indem sie Profile erkennt, die Technik, Führung und Veränderungsfähigkeit vereinen,
  • und indem sie Entlastung schafft, wo Unternehmen ohnehin stark gefordert sind.

Nicht als laute Lösung. Sondern als partnerschaftliche Ergänzung. Genau dafür stehen wir, die Partner der EXECUTIVE SERVICES GROUP. Sprechen Sie uns einfach direkt und unverbindlich an; gerne kommen wir mit Ihnen ins Gespräch. Ihre Ansprechpartner mit vertieften Branchenkenntnissen im Maschinenbau finden Sie hier: https://www.esgroup.de/branchen/personalberatung-maschinenbau/#ansprechpartner

FAZIT – Ein Ausblick ohne Glamour – aber mit Perspektive

Der Maschinenbau wird die nächsten Jahre weiter gefordert sein. Doch gerade jetzt entstehen Räume für bewusste Entscheidungen:
Wo wollen wir investieren?
Welche Kompetenzen brauchen wir?
Wie soll Führung in Zukunft aussehen?
Es müssen nicht die großen, radikalen Schritte sein.
Oft reicht ein klarer Impuls – und die richtigen Menschen an den entscheidenden Stellen –, um Stabilität, Orientierung und Richtung zu geben.
Und genau das ist der Kern:
Auch im Wandel bleibt der Maschinenbau eine Branche, die Verantwortung lebt und Zukunft gestaltet.
Nur eben Schritt für Schritt – und mit den Menschen, die diesen Weg tragen.

Quellen:

[X]  Grant Thornton (2026): Maschinenbau im Wandel – Aktuelle Trends und zentrale Herausforderungen. Rückgang von Produktion und Auftragseingängen. [grantthornton.de]

[X]  VDMA (2025): Jahresbilanz im Maschinen- und Anlagenbau. Maßnahmen wie Kurzarbeit, Stabilisierung der Belegschaften. [fertigungstechnik.de]

[X]  ifo Institut (2025/2026): Konjunkturprognosen für Deutschland. Erwartete moderate Erholung der Wirtschaft ab 2026. [ifo.de]

[X]  Editorialge (2025): 10 Zukunftstrends im deutschen Maschinenbau 2025. Prognose Fachkräftemangel (178.000 fehlende Beschäftigte). [de.editorialge.com]

[X]  Digital Engineering Magazin / it’s OWL (2025): Experteneinschätzungen von Günter Korder zu Nachwuchsmangel, F&E-Engpässen und strukturellen Herausforderungen. [digital-en…magazin.de]

[X]  PwC Maschinenbau-Barometer (2025): Einschätzung steigender Kosten – 86 % der Unternehmen betroffen. [pwc.de]

[X]  Mittelstand Heute (2025): Maschinenbau 2025 – 4 Top-Trends und Herausforderungen. Defizite bei Prozessdigitalisierung und Datenverfügbarkeit. [mittelstan…-heute.com]

[X]  Produktion.de / Atreus (2025): Aussagen und Einschätzungen zu Digitalisierung, Predictive Maintenance und Machine-as-a-Service. [produktion.de]

[X]  isap / Digitalisierung im Maschinenbau (2025): Investitionsverhalten (80 % investieren unverändert), Digitalisierungsschwerpunkte. [blog.isap.de]

[X]  Leader Magazin (2025): Leadership Trends. Bedeutung von empathischer, moderner Führung & psychologischer Sicherheit. [leadermagazin.de]

[X]  VDMA / McKinsey (2025): Wettbewerbsfähigkeit in einer neuen Ära. Bedeutung von operativer Exzellenz, Kostenstrukturen und Zukunftsinvestitionen. [mckinsey.com]

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70 Jahre BDU – HAPPY BIRTHDAY https://www.esgroup.de/blog/70-jahre-bdu-happy-birthday/ Mon, 09 Dec 2024 15:08:59 +0000 https://www.esgroup.de/?p=242533

Von 25 Gründungsmitgliedern im Jahr 1954 wuchs der Fachverband für die Consultingbranche auf heute rund 500 Unternehmen, für die die Mitgliedschaft ein Gütesiegel für höchste Qualitätsansprüche darstellt.

Sie steht für Integrität, für Fachkompetenz und Transparenz; darüber hinaus für Networking, Qualitätsmanagement und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Branche.

Die EXECUTIVE SERVICES GROUP ist seit 2022 Mitglied im BDU und stolz darauf, den hohen Standards der größten Branchenvereinigung dieser Art in Europa gerecht zu werden und diese an unsere Kunden weiterzugeben.

Wir freuen uns auf viele weitere Jahre fachlichen Austausch in dieser starken Gemeinschaft!

Abbildung: Gemeinschaftsanzeige im Handelsblatt Dezember 2024

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„Wanted“ – Elektroingenieure-dringend-gesucht! https://www.esgroup.de/blog/elektroingenieure-dringend-gesucht/ Wed, 22 Nov 2023 10:56:03 +0000 https://www.esgroup.de/?p=5714 Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat im April 2023 ermittelt, dass rund 308.400 Arbeitskräfte in der MINT-Branche fehlen. Während die Problematik im Bereich der IT bereits seit vielen Jahren lang und breit diskutiert wird, ist kaum jemandem bekannt, dass in den Energie- und Elektroberufen noch deutlich mehr Fachpersonal fehlt. Mit 88.600 offenen Stellen liegt der Bedarf um etwa 75% höher als in der IT. Und das will wahrlich etwas heißen!
Grund genug für die EPP (Fachportal und Fachzeitschrift der Elektronikfertigung), das Thema auf der diesjährigen productronica im Rahmen eines Messetalks aufzugreifen. Als langjährig erfahrene Personalberatung für die Elektronik-Branche war ich eingeladen, mit Stefan Wirth (GF von wirth + partner) und Martin Hieber (Vorstand Technik und Netzwerke im VDE Verband) über die aktuellen Herausforderungen zu diskutieren und darüber, welche Lösungsansätze es gibt, mit dem Fachkräftemangel umzugehen.
Die Aufzeichnung des Talks finden Sie hier:

productronica 2023 / Messetalk zum Fachkräftemangel

Lösung durch Automatisierung und KI?

Interessant war in diesem Zusammenhang die Frage, wie sich das Hype-Thema KI speziell auf den Arbeitsmarkt für Elektroingenieure auswirkt. Kann man hoch qualifiziertes Personal in größerem Umfang einsparen aufgrund der Arbeitserleichterungen, Automatismen und der rasanten Informationsbeschaffung und -aufbereitung, die KI ermöglicht? Oder benötigt man stattdessen eher noch mehr Elektroingenieure, um intelligente Sensorik oder KI-geeignete, innovative Schaltungen zu entwickeln?

Die Abschätzung ist tatsächlich schwierig, denn was heute noch unvorstellbar ist, kann nächsten Monat bereits umgesetzte Praxis sein.

Elektronik meets KI

Dennoch werden Elektroingenieure und Informatiker als Technologietreiber auch zukünftig in großer Zahl benötigt werden. Die potenziellen Zeiteinsparungen werden die enorme Diskrepanz zwischen Bedarf und verfügbaren Experten gerade in der Produktentwicklung wohl kaum auffangen können. Die Verbreitung von KI wird voraussichtlich die Rolle von Elektroingenieuren verändern, aber nicht unbedingt verringern.Allerdings kann KI auch bei der Interpretation von Ergebnissen eine große Unterstützung sein und somit Aufgaben übernehmen, für die früher jahrelange Erfahrung und eine gute Ausbildung erforderlich war. Zum Beispiel in der Prüftechnik, Qualitätssicherung oder Prozesssteuerung und -optimierung. Womöglich ergeben sich dadurch neue Chancen und Berufsbilder auch für Quereinsteiger? Gerade in der Produktion werden die Maschinen zunehmend viele Abläufe selbstständig durchführen können, sodass bestimmte Aufgaben auch durch weniger qualifizierte Arbeitskräfte übernommen werden können. Dies wäre ein großes gesellschaftliches Anliegen, um die Arbeitslosenquote bei den ungelernten Kräften deutlich zu reduzieren.

Lösung durch Innovation?

Deutschland hat traditionell eine sehr starke Elektronikindustrie. Die Branche ist geprägt von innovativen Unternehmen, qualifizierten Ingenieuren und einer hohen Qualität in der Produktion. Deutsche Elektronikunternehmen haben international eine sehr gute Reputation. Doch können wir diesen Status bei der enormen Zahl fehlender Ingenieure aufrecht halten oder werden wir jetzt im internationalen Vergleich „abgehängt“?

Innovation und Kreativität gegen den FachkraeftemangelNun, dazu muss man sich vor Augen halten, dass dieser Ingenieurmangel in der Elektronik keine Neuerscheinung ist, sondern seit mindestens 20 Jahren existiert. Dennoch haben unsere Unternehmen immer Möglichkeiten zur Innovation gefunden und genutzt. Gerade auch der große Schub in der Automatisierungstechnik war stark getriggert durch den allgegenwärtigen Personalmangel und hat seinen Siegeszug angetreten. Getreu des Mottos „Not macht erfinderisch“.

Weiterhin sollte man sich vor Augen halten, dass Innovation nicht allein an der Zahl der Patente festgemacht werden sollte. Zum einen wird nicht alles, was patentwürdig ist angemeldet und zum anderen geschieht Innovation auch auf anderen Ebenen.

Ideen werden künftig nicht mehr von einzelnen Spezialisten generiert, sondern kommen aus einem lebendigen Wissenskollektiv. Die Open-Source-Bewegung führt sehr deutlich vor, dass komplexe Wissensarbeit vor allem Offenheit und Freiräume braucht, um Innovationen hervorbringen zu können. Wir werden zunehmend über Unternehmensgrenzen hinweg zusammenarbeiten und gemeinsam Synergien schaffen.

Innovation kann weiterhin bedeuten neuartige Dienstleistungs- oder Servicemodelle anzubieten. Modulare Konzepte, die sich flexibel an die Kundenbedürfnisse anpassen lassen. Oder man verabschiedet sich vom Mangeldenken und konzentriert sich lieber auf die Stärken, die der eigene Personalstamm hat und gestaltet ein dazu passendes Nischenprodukt oder -angebot. Es gibt also vielfältige Möglichkeiten und allesamt sind besser als das kollektive Jammern und Wehklagen.

Lösung durch Imagewandel?

Selbstverständlich wäre es zusätzlich erstrebenswert, mehr junge Leute für ein Studium oder eine Ausbildung in der Elektronik zu gewinnen. Wie das gelingen kann, hat eine Studie des VDE in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) und dem Fakultätentag für Elektrotechnik und Informationstechnik hinterfragt. Die ersten beiden von insgesamt 4 Bänden kann man bereits kostenfrei hier downloaden. Betrachtet werden die Themen Image, Berufsfindung, Studienabbruch und mehr Frauen für die Elektrotechnik zu begeistern

Darauf aufbauend hat der VDE ein motivierendes Positionspapier verfasst, in dem Wege und Handlungsempfehlungen aufgezeigt werden, mit denen man dem Fachkräftemangel in der Elektro- und Informationstechnik begegnen kann.

Elektronik-Ingenieure werden gesuchtKlar ist wohl, dass es mehr Aufklärung bei der Berufsorientierung bedarf. Die Umsetzung der Bologna-Reform hat in Deutschland zu einem starken Anstieg der Studienmöglichkeiten geführt. Rund 22.000 Studiengänge stehen einem Abiturienten zur Auswahl, davon knapp 4.500 im Ingenieurwesen. Wer soll da noch zielführend vorankommen? Hier täte es dringend Not den jungen Leuten Orientierung und Sicherheit zu geben, dass man mit einem Ingenieurstudiengang nichts falsch machen kann, da man mit einem solchen Abschluss vielfältige Berufswege gemäß den eigenen Neigungen beschreiten kann. Dies gilt ganz besonders auch für die typisch weiblichen Themen. Eine bundesweite Kampagne könnte transparent machen, dass Themen wie Nachhaltigkeit, Gesundheit, Ästhetik/Design, Netzwerken und Kommunikation in jedem Ingenieurzweig zu finden sind. Das Bild eines Ingenieurs sollte nicht auf „Daniel Düsentrieb“ reduziert werden.

Hoffen wir also, dass das Positionspapier Gehör beim BMBF findet und baldmöglich in einer konzentrierten, umfassenden und längerfristig angelegten Werbekampagne umgesetzt wird.

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Fachkräftemangel – Mythos oder Realität in Coronazeiten? https://www.esgroup.de/blog/fachkraeftemangel-mythos-oder-realtitaet/ Wed, 25 Nov 2020 06:28:06 +0000 https://www.esgroup.de/?p=4151 Fachkräftemangel in Corona Zeit Im Oktober 2019 schien die Welt am Arbeitsmarkt noch in Ordnung. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen in Deutschland lag mit 2,2 Mio auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Für 54.000 Personen wurde Kurzarbeitergeld gezahlt.

Die Arbeitsagentur sprach von einer robusten Entwicklung am Arbeitsmarkt; die Arbeitgeber klagten über den Fachkräftemangel.

Im Oktober 2020 sieht die Welt anders aus. Die Arbeitslosenquote ist Corona bedingt auf 2,76 Mio gestiegen, ca. 2,5 Mio Menschen befinden sich in Kurzarbeit.

Hat sich damit das Thema Fachkräftemangel erledigt? Wird der Arbeitsmarkt jetzt von gut ausgebildeten Fachkräften überflutet?

Die Ausgangslage

Während im Jahr 2005 noch 10 Arbeitslose auf eine offene Stelle kamen, waren es im Jahr 2019 nur noch 2 Arbeitslose.  Offene Stellen müssen somit von Kandidaten besetzt werden, die bereits einen Arbeitsplatz haben. Konsequenterweise müssen sich Unternehmen somit bei potentiellen Arbeitnehmern bewerben.

Daran ändert sich auch durch den Corona bedingten Konjunktureinbruch nicht viel. Durch das Instrument Kurzarbeit versuchen die Unternehmen ihre Mitarbeiter für bessere Zeiten zu halten.

Fachkräftemangel und die erfolglose Suche nach dem idealen Kandidat

Für viele Unternehmen war es auch vor Corona auf dem Arbeitsmarkt eng. Das liegt allerdings nur zum Teil daran, dass zu wenige Fachkräfte zur Verfügung stehen. Denn viele versuchen immer noch ihre offenen Stellen so zu besetzen, als könnten sie sich den perfekten Angestellten schnitzen oder ihn aus einem riesigen Pool von Talenten auswählen, die sich nur so darum reißen bei ihnen arbeitenzu dürfen.

Die Realität sieht oftmals anders aus! Beseelt vom Wunsch nach der idealen Besetzung werden nach wie vor idealtypische Positionen ausgeschrieben. Unternehmen verschwenden Potentiale, Zeit und Kosten, indem Sie darauf warten den genau passenden Kandidaten zu finden.

Der ideale Kandidat – die eierlegende Wollmilchsau?

Fachkräftemangel visualisiert mit PuzzleteilenDie benötigten Kompetenzen für viele Jobprofile, z. B. IT, Vertrieb, Service, HR werden sich künftig stark verändern; der Bedarf sollte daher an die verfügbaren Kompetenzen angepasst werden. Auf der Suche nach dem idealen Kandidaten wird möglicherweise übersehen, welche Alternativen ebenso zielführend sind – für neue Aufgaben entwickelt sich das Profil oftmals erst in der Praxis.

Um rare Positionen zielführend besetzen zu können, muss man sich erfahrungsgemäß im Dreieck zwischen Fachkompetenz, Branchenwissen und Gehaltsvorstellungen bewegen. Nur wenn diese Stellschrauben angepasst werden können, besteht auch eine realistische Chance eine Position erfolgreich zu besetzen. Kompromissbereitschaft ist gefragt.

Welche Irrtümer bei der Personalauswahl begünstigen den Fachkräftemangel?

Je mehr Bewerber, desto besser?

Viele Arbeitgeber glauben, dass es im Personalmarketing vor allem darum geht, möglichst viele Personen zu einer Bewerbung zu bewegen. Das ist falsch, eine große Anzahl von Bewerbern kann dem Auswahlverfahren sogar schaden. In der Regel kommt es nicht auf die Anzahl der Bewerber, sondern auf den prozentualen Anteil der geeigneten Personen im Bewerberpool an. Für einen Arbeitgeber ist es sehr viel besser, wenn unter 20 Bewerbern vier für die Stelle geeignet sind, als wenn unter 50 Bewerbern fünf Geeignete zu finden sind.

Werte sind wichtiger als Fakten?

Zu viele Arbeitgeber glauben, Bewerbern seien heute die Werte eines Unternehmens wichtiger als die realen Arbeitsbedingungen. Die Forschung zeigt das Gegenteil.

Konkrete Arbeitsbedingungen, wie zum Beispiel Bezahlung, Arbeitsinhalte oder Standort sind einflussreicher als die Werte eines Arbeitgebers, wenn es um die Arbeitgeberattraktivität geht. Die schönsten Werte nutzen wenig, wenn die Basics nicht stimmen.

Computeralgorithmen sind automatisch besser?

In den letzten Jahren gibt es immer mehr Angebote, Bewerber per Computer einschätzen zu lassen. Dabei werden beispielsweise die Social Media Daten und Lebenslauf der Bewerber durch künstliche Intelligenz analysiert und Persönlichkeitsprofile erstellt. Andere Anbieter versprechen, dass sie aus einem beliebigen Text, den der Bewerber geschrieben oder gesprochen hat, Persönlichkeitsprofile erstellen können.

Die Forschung zeigt, dass diese Ansätze nicht vollkommen abwegig sind, ihre Aussagekraft ist bislang jedoch gering.

Bewerber sind keine Bittsteller!

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt führt zu vertauschten Rollen:
Der Arbeitgeber bewirbt sich beim potentiellen Mitarbeiter!

Was sollte der Arbeitgeber beim Bewerbungsverfahren berücksichtigen?

  • Eingangsbestätigung der Bewerbung
  • Einen Zwischenbescheid
  • Eine zeitnahe Einladung zum Vorstellungsgespräch
  • Eine wertschätzende Atmosphäre im Vorstellungsgespräch
  • Eine zeitnahe Rückmeldung
  • Eine wertschätzende Absageformulierung

Nachhaltiges Recruiting durch eine Personalberatung auch in der Corona-Zeit

Die Rekrutierung ist für Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung komplexer und zeitintensiver geworden und dadurch auch kostenintensiver. Stellenanzeigen sind oftmals unpersönlich und erreichen die Zielgruppe nicht. Die Beschaffungskosten bei der Eigenbesetzung von Positionen der mittleren Einkommensklassen können schnell die Hälfte eines Jahresgehaltes betragen. Die Kosten bei einer Fehlbesetzung können bis zu einem Jahresgehalt betragen.

Im aktuellen Marktumfeld und derzeitigem Fachkräftemangel ist es für eine erfolgreiche Stellenbesetzung wichtiger denn je, potentielle Kandidaten schnell zu erreichen und in den persönlichen Dialog zu gehen.

Die Kandidatensuche über Stellenangebote zeigt aktuell nur ein geringes oder zögerliches Feedback seitens der Kandidaten. Diese sind aufgrund von Covid 19 verunsichert und abwartend.

Eine verbindliche und persönliche Kandidatenansprache durch eine Personalberatung schafft das notwendige Vertrauen und kann die Attraktivität für einen Jobwechsel aufzeigen. Fragen zu der wirtschaftlichen Stabilität des Auftraggebers sowie zur langfristigen Perspektive der Funktion lassen sich allein in einem persönlichen Austausch reflektieren und beantworten.

Eine auf Direktansprache spezialisierte Personalberatung wie die EXECUTIVE SERVICES GROUP kann Unternehmen beim nachhaltigen Recruiting gezielt unterstützen. Nehmen Sie bei Fragen oder Anregungen zu diesem Thema gerne Kontakt mit uns oder direkt mit Andreas Matutt, Partner am Standort Frankfurt auf.

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Gender Pay Gap – Die Gehaltslücke wird kleiner https://www.esgroup.de/blog/gender-pay-gap-eine-luecke-ist-kleiner-geworden/ Sat, 23 Feb 2019 21:43:52 +0000 https://www.esgroup.de/?p=2969

Unumstritten besteht in Deutschland immer noch ein geschlechterspezifischer Gehaltsunterschied. Wenngleich man beim sogenannten Gender Pay Gap von einer Lohnlücke über 25% redet, sagt dieser Wert sehr wenig über den qualitativen, altersbedingten und branchenspezifischen Unterschied im Bruttostundenlohn-Gefüge der Geschlechter aus.  Werden jedoch weitere lohnrelevante Aspekte mit einbezogen, ergibt sich für 2018 ein bereinigter Gender Pay Gap von 4,5 %. Diese Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen hat sich, laut der Studie „Entgeltmonitor 2018“ von Compensation Partner, gegenüber der letzten Berechnung, von 2017, um 0,7 Prozent verkleinert.

Diese Differenz hat sich unsere Personalberaterin Alexandra Franz aus Bochum näher angeschaut und beantwortet nachfolgende Fragestellungen:

Wer ermittelt den Gender Pay Gap – welche Faktoren spielen eine Rolle?

Alle vier Jahre werden vom statistischen Bundesamt Verdienststrukturerhebungen durchgeführt, die nach Wirtschaftszweigen und persönlichen Angaben der Arbeitnehmer untergliedert sind. Zusätzlich werden Merkmale über das Beschäftigungsverhältnis erhoben. In einer vierteljährlichen Verdiensterhebung werden die Anzahl der vollzeit-, und teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen ermittelt. Diese Werte bleiben allerdings zur Ermittlung des bereinigten Gender Pay Gap unberücksichtigt, da es um die Feststellung einer Obergrenze des Gehaltsunterschieds geht.


Welche Aussagekraft hat der „Entgeltmonitor 2018“ von Compensation Partner?

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Der Entgeltmonitor wird jedes Jahr von Compensation Partner aufbereitet.
Das Unternehmen gehört zu einer der größten Vergütungsdatenbanken in Deutschland und bietet neben verschiedenen Servicedienstleistungen maßgeschneiderte Vergütungsberatungen an. Gleichermaßen stellt es eine Vielzahl an umfassenden jährlichen Vergütungsstudien zur Verfügung. Dadurch erhalten Arbeitgeber einen individuellen Marktüberblick über aktuelle Gehaltsdaten.

Für die zuletzt erstellte Gehaltsstudie „Entgeltmonitor 2018“ wurden 219.734 Vergütungsdaten von Frauen und Männern ausgewertet und man konzentrierte sich auf zwei Gruppen von Beschäftigten um einen bereinigten Gender Pay Gap zu erhalten.

Warum eine Differenzierung in zwei Gehaltsklassen?

In der ersten Gruppe verfügen die Beschäftigten über eine abgeschlossene Berufsausbildung und das Gehalt liegt zwischen 30.000 € bis 35.000 €. In der zweiten Gruppe finden sich vorwiegend Akademiker mit einem Gehalt zwischen 55.000 € und 66.000 € wieder. Um ein homogenes Umfeld zu schaffen, wurden Fach- und Führungskräfte voneinander getrennt und dem zu Folge nur Beschäftigte ohne Personalverantwortung in die Auswertung eingeschlossen.

Die Lohnlücke in der geringer bezahlten Gruppe liegt bei 1,4 Prozent und bei der besser bezahlten Gruppe bei 7,6 Prozent liegt. Das heißt, je höher das Gehalt ist, desto signifikanter ist der Unterschied. Über beide Gruppen hinweg beträgt der Unterschied 4,5 Prozent. Im Vergleich zur letztmaligen Berechnung von Compensation Partner in 2017, mit einer Entgeltlücke von 5,2 Prozent, sind es im Jahr 2018 nun 0,7 Prozent weniger.

Wie gestaltet sich der Entgeltunterschied im Branchenvergleich?

Der Branchenvergleich nach Gehaltsgruppen macht deutlich, dass der geschlechtsspezifische Unterschied bei den weniger Verdienenden am höchsten in der Softwareentwicklung ist. Dort verdienen männliche Beschäftigte 7,5 Prozent mehr als weibliche Mitarbeiter. Es folgt die Versicherungsbranche mit 7,3 Prozent und die Metallbranche mit 5,4 Prozent.

Bei den besser Verdienenden sind die Unterschiede signifikanter. Am größten ist die Entgeltlücke im Gesundheitswesen mit 10,4 Prozent. Aber auch in der Logistik mit 9,9 Prozent sowie in der Werbung / Public Relations mit 9,8 Prozent fällt sie sehr hoch aus.

Die Studie zeigt auch, dass es Branchen gibt, in denen Frauen mehr verdienen als Männer. Dies gilt vor allem für Beschäftigte in Berufen der niedrigen Gehaltsklasse, wie zum Beispiel das Gehalt in der Touristik- und Freizeitindustrie. Hier verdienen Frauen um 5,5 Prozent mehr als die männlichen Kollegen. In der Lebensmittelbranche haben  Frauen 3,2 Prozent und in der Unternehmensberatung 2,9 Prozent mehr Geld als männliche Beschäftigte am Ende des Monats zur Verfügung.  Leicht höhere Gehälter gibt es außerdem in der öffentlichen Verwaltung mit 2,2 Prozent, in der Energiebranche mit 1,5 Prozent sowie im Großhandel mit1,3 Prozent.

Welchen Stellenwert nimmt der Altersunterschied ein?

Ohne Frage spielt das Alter und damit die berufstätigen Jahre zur Berechnung des Unterschieds in der Einkommensstruktur zwischen Frauen und Männern ein große Rolle. Mit hohem Einkommen ist bei der Betrachtung des Alters der Abstand konstant größer als bei Berufen mit geringerem Gehalt. Die höchste Entgeltlücke wird im Alter von 50 bis 59 Jahren mit 7,8 Prozent erreicht.

Ab dem 60. Lebensjahr geht der Unterschied jedoch gleichermaßen die Gehälter zurück. Dagegem sind in der Gruppe 1 keine signifikanten Lohnlücken erkannt werden. Bei den über 60-Jährigen ist sie sogar negativ und beträgt -2,8 Prozent.

Zusammengefasst bedeutet das, dass Frauen bedauerlicherweise nach wie vor bezüglich des Gehaltes deutlich benachteiligt sind. Auch wenn der kleine Unterschied etwas kleiner geworden ist.


Nachtrag: Eine ausführliche Erläuterung, was dieser kleine Unterschied letztendlich jedoch für Auswirkungen haben kann, zeigt sehr anschaulich der #kurzerklärt-Video von Charlotte Gnändinger vom NDR. vom 17.03.2017. Da lag der bereinigte Gender Pay Gap bei noch 6%.

 

Quellenverweis:  Compensation PartnerStatistisches Bundesamt – NDR – Tagesschau
Beitragsbild „Frau-Zaun“ Pixabay
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Bewerbungs-Workshop „The Job Application“ https://www.esgroup.de/blog/bewerbungs-workshop-the-job-application-an-der-universitaet-koblenzlandau/ Wed, 23 May 2018 11:00:16 +0000 https://www.esgroup.de/?p=2284 Nora Schulz-Haring – Partnerin vom Standort Karlsruhe – hatte das Vergnügen, an der Universität Koblenz * Landau für Studenten aus dem internationaler Studienfach Umwelt & Gesellschaft einen englischsprachigen mehrstündigen Workshop zum Thema „The Job Application“ und den Bewerbungs- und Rekrutierungsprozessen in deutschen Unternehmen zu halten.

Vor einem ausgebuchten Raum mit ca. 30 Teilnehmern aus u.a. asiatischen und arabischen Länder sowie Russland und aus Bulgarien hielt Frau Schulz-Haring eine Präsentation zu den Spezifika der Bewerbungsthemen auf dem deutschen Markt.

Die Absolventen des Workshops stehen kurz vor ihrem internationalen Masterabschluss u.a. als M.Ed. Ecotoxicology und möchten das erlernte wissenschaftliche Wissen in Deutschland in Unternehmen einbringen, die ihre Themen u.a. auch im Bereich der Nachhaltigkeit haben. Sie möchten sich in Deutschland bewerben und hatten viele Fragen zu den Musskriterien, auf die man im Bewerbungsverfahren achten sollte und um zu erfahren, wie man sich gleichzeig von der Masse durch individuelle und persönlich zugeschnittene Anschreiben, Deckblätter und Lebensläufe abheben sollte.

Es hat viel Spaß gemacht, zum einen ein Workshop auf Englisch zu halten sowie im Dialog mit sehr interessierten Teilnehmern wichtige und spezifische Punkte im Bereich der komplexen Suche nach Stellen, dem schriftlichen Bewerbungsprozess und der erforderlichen Angaben im Lebenslauf, das gezielte Anschreiben sowie das Vorstellungsgespräch in Deutschland zu besprechen. Aufgrund der langjährigen Erfahrung von Frau Schulz-Haring als Personalberaterin in nationalen und internationalen Projekten sowie als Coach, konnten die theoretischen Ansätze mit vielen Beispielen und Praxis-Tipps angereichert werden.

Nochmals an alle Beteiligte ein herzliches Dankeschön! Wir drücken die Daumen, dass diese qualifizierten und sehr motivierten Young Professionals demnächst ihre erfolgreiche berufliche Laufbahn in Deutschland beginnen!

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Neue Jobs für Ex-Minister! Ein Seitenwechsel in die freie Wirtschaft? https://www.esgroup.de/blog/neue-jobs-fuer-ex-minister-seitenwechsel-in-die-freie-wirtschaft/ Wed, 21 Mar 2018 14:37:58 +0000 https://www.esgroup.de/?p=2141 Alexandra Franz, Bochum, als Headhunterin im Interview mit Westpol

Unsere Partnerin Alexandra Franz aus Bochum wurde von dem politischen Fernsehmagazin Westpol des WDR, im Rahmen eines Beitrages zum Thema „Neue Jobs für Ex-Minister“ interviewt. Anlass waren die aktuellen Wechsel von Barbara Steffens und Garrelt Duin in die freie Wirtschaft.

Hier einige Auszüge aus dem Interview und eine kurze inhaltliche Zusammenfassung des Beitrages:

WESTPOL: Frau Franz, sind Politiker interessant für die Wirtschaft?

Diese wirklich spannende aber auch heikle Frage muss aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden:

Der gemeinnützige Verein LobbyControl, der „über Lobbyismus in Deutschland und Machtstrukturen in Deutschland und in der EU aufklärt“ betrachtet einen Wechsel von einem Politiker in die Wirtschaft äußerst kritisch und fordert, die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft zu blockieren. Der sogenannte Drehtüreffekt beschreibt einen schnellen Wechsel zwischen zwei Zuständen und ist in dieser Thematik ein häufiges und  typisches Phänomen für den Lobbyismus. Politiker und hochrangige Mitarbeiter in Ministerien wechseln die Seite des Verhandlungstisches und werden in Bereichen tätig, für die sie zuvor in ihrer politischen Funktion auch zuständig waren.

Um hier nachhaltige Interessenskonflikte zu vermeiden, fordert LobbyControl eine Nachbesserung des Karenzzeitgesetzes (2015) vor, das ein 12 bzw. 18 monatiges Wechselverbot für Minister und Staatssekretäre vorsieht und plädiert deshalb für eine längere  „Abkühlzeit“ von 3 Jahren.

Welches Unternehmen kann es sich prinzipiell erlauben, einen Ex-Politiker einzustellen?

Sicher sind das nicht die klassischen Mittelständler. Wir sprechen hier eher von Konzernen und Unternehmensverbänden, sowie Krankenkassen, die sich einen Lobbyisten leisten können, wollen und/oder müssen. Insbesondere vertiefte Branchenkenntnisse, ein gepflegtes Netzwerk und ein unbezahlbares Insiderwissen bzgl. politischer Entscheidungswege können wichtige Grundlagen für unternehmensstrategische langfristige Entscheidungen liefern.

Welche Branchen betrifft dies besonders?

Gerade politisch geprägte Branchen, wie z.B. die (Kern-)Energie, das Gesundheitswesen und der Automotive-Bereich profitieren von diesem Knowhow. Wenn sie dann einen Politiker gewinnen und ihn in eine strategische Position platzieren, engagieren sie meistens einen frustrationstoleranten, hoch kommunikativen, stark leidensfähigen und sehr professionellen Netzwerker, der sich in einem interessanten Gehaltsniveau neu entfalten kann. Wahrscheinlich weniger geeignet sind hier Platzierungen in Positionen mit einem starken operativen Anteil. Diese hohe Taktstärke und tägliche Messbarkeit der Leistungen sind Politiker nicht gewohnt. Da oft auch der passende Ausbildungshintergrund bzw. die richtige Studienrichtung fehlt, sind sie in solchen Positionen oft als klassische Quereinsteiger zu betrachten und hätten tatkräftige Unterstützung nötig. Es gehört jedoch Erfahrung dazu, Bilanzen richtig zu interpretieren und entsprechende Rückschlüsse zu ziehen. Und es ist allgemein betrachtend ein großer Unterschied, einen Beamten zu motivieren, oder einen Abteilungsleiter zu führen, der auf seine variablen Gehaltsanteile schielt.

Alles in allem also eine Win-Win-Situation?

Bei strikter Einhaltung der Karenzzeiten, ähnlich einer Wettbewerbsklausel in der freien Marktwirtschaft mit meistens maximal  24 Monaten und einer gut funktionierenden Compliance-Abteilung? Warum nicht?

Wenn von echten Verlierern gesprochen wird, dann sind das wahrscheinlich eher die kleinen und mittelständischen Unternehmen – oder vielleicht auch nicht? Mittlerweile gibt es auch einige Politiker, die weniger erfolgreich durch die Drehtür gegangen sind …


Der gesamte etwa 5-minütige Fernsehbeitrag zum Thema „Neue Jobs für Ex-Minister“ wurde am 25.02.2018 im WDR-Fernsehen ausgestrahlt und kann über die WDR-Mediathek nachträglich angeschaut werden.


 

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